Zähneknirschen – ein weitverbreitetes Problem

Edit Siegfried-Szabo: “Entspannte Gesichtsmuskulatur sorgt für ruhigen und entspannten Schlaf”

Basel (pts010/01.02.2018/08:00) – Ein oftmals unterschätztes Problem ist das nächtliche Zähneknirschen, Bruxismus genannt. Etwa fünf Prozent der Menschen leiden daran. Um die zehn bis 15 Prozent der Betroffenen entwickeln sogar ein Krankheitsbild mit Schäden am Kauapparat, die dann zahnmedizinisch behandelt werden müssen. Abgesehen von der Schädigung der Zähne und manchmal auftretenden Schmerzen in den Kaumuskeln sowie Verspannungen im Hals- und Schulterbereich beeinträchtigt das Knirschen auch den in seiner Nachtruhe gestörten Partner.

In besonders harten Fällen lassen sich Betroffene vom Zahnarzt eine Zahnschiene anfertigen, die das Knirschen verhindern soll. Damit wird jedoch ein Symptom, keine Ursache des Knirschens bekämpft. Zumeist sind die Ursachen für das Zähneknirschen psychischer Natur. Der Druck tagsüber verdrängter Probleme wird nachts an den Zähnen ausgelassen. Aggressionen, Ärger, Enttäuschung und Stress, die “heruntergeschluckt” werden, verschwinden nicht einfach. Die psychosomatisch bedingten Rücken- und Magenschmerzen sind hinlänglich bekannt, aber auch die inneren Gesichtsmuskeln wie die der Zunge, des Kiefers oder des Mundbodens können betroffen sein und so zum nächtlichen Zähneknirschen führen.

Die Bewusstseinstrainerin und Gesangspädagogin Edit Siegfried-Szabo hat regelmäßig mit solchen Fällen zu tun. Sie verhilft den Betroffenen mit gezielten Übungen für die innere Gesichtsmuskulatur zu Entspannung und Gelassenheit. Auf Basis ihrer jahrzehntelangen Erfahrungen hat sie im Buch “Supraleitung: Der Weg zur Mitte” 31 Übungen zur Stärkung der inneren Muskulatur beschrieben, mit denen ein freier Atemfluss und eine entspannte Körper- (und Geistes-)haltung hergestellt werden können. Für das Zähneknirschen sei insbesondere eine durch Stress verkürzte Kaumuskulatur und eine verspannte Kiefermuskulatur verantwortlich, die mithilfe der Übungen entspannt werden könne, so Siegfried-Szabo. Wichtig sei es zum Beispiel, ein auftretendes Gähngefühl nicht zu unterdrücken, sondern es zuzulassen. Während des Gähnens solle man den Prozess aber kurz anhalten. Damit könnten schon Kiefer und Kaumuskel entspannt werden.

Außer im erwähnten Buch findet man die Übungen auch auf dem YouTube-Kanal “BTS”. Im ersten Video lernt man die Entspannung der Kiefermuskulatur und im 2. Video die Entspannung der oberen und unteren Kaumuskeln. Die aktive Konzertsängerin verhehlt nicht, dass ihre Übungen manchmal etwas gewöhnungsbedürftig aussehen, aber für mehr Nachtruhe und bessere Anstrengung lohne sich der komische Gesichtsausdruck während der Übungen.

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