Wenn der Hals zugeschnürt ist

Wenn der Hals zugeschnürt ist.

Der Kloss im Hals.

Basel (pts008/12.04.2018/08:00) – Vielredner wie Manager, Lehrer oder Juristen kennen das Problem. Vor einer Verhandlung oder einem Vortrag haben sie häufig das Gefühl, ihr Hals sei zugeschnürt. Räuspern, Krächzen und Heiserkeit beeinträchtigen trotz bester Vorbereitung die Überzeugungskraft des Redners. Die Basler Gesangspädagogin Edit Siegfried-Szabo trainiert in ihrem Studio seit Jahrzehnten die Stimme von Sängern und Vielrednern und gibt ihre Trainingslektionen über YouTube auch an ein breites Publikum weiter. In ihrem neuesten Video der Reihe “Globussyndrom” nimmt sie sich dieses unangenehmen Problems an. Diesem ist mit einigen effektiven Atemübungen beizukommen. So kann man auch verhindern, dass es chronisch wird.

Vorher ist jedoch abzuklären, ob für das Globusgefühl, umgangssprachlich auch als “Kloss im Hals” bekannt, medizinische Gründe vorliegen. Dazu holt sich Siegfried-Szabo in ihrem Video Frau Dr. med. Barbara Kasper zur Unterstützung. Die Ärztin erklärt, dass man zuerst untersuchen solle, ob Schilddrüse, Speiseröhre oder Luftröhre Erkrankungen haben. In den meisten Fällen treffe dies aber nicht zu. Die häufigsten Gründe für einen zugeschnürten Hals, medizinisch “globus hystericus” oder “globus pharyngis”, lägen in Ängsten oder nicht verarbeiteten Emotionen.

Im neuesten Video der Reihe “Globussyndrom” zeigt Siegfried-Szabo gemeinsam mit Dr. Kasper Übungen, mittels derer Hilfe man die Muskelgruppe Schlundschnürer, welche im hintersten Bereich des Rachens gelegen ist, dehnen kann. Diese Übungen sind Teil der von Siegfried-Szabo entwickelten Methode, mit der die kaum wahrgenommenen tiefliegenden Muskeln im Bereich Zunge, Rachen, Hals sowie die sogenannte “Stützmuskulatur” des Körpers zum Bewusstsein erweckt werden. So erreicht sie, dass der Körper beim Ausatmen nicht erschlafft, sondern seine Spannung erhält und sich weiter dehnt. Diese Methode übernimmt sie von der hohen Gesangsschule, bei der man beim Singen, also beim Ausatmen, den Unterdruck und die Körperspannung beibehält.

Als Resultat wird ein innerer Halt, ein innerer Tonus im Körper aufgebaut, und statt eines zugeschnürten gibt es einen offenen Hals. Die körperliche Befreiung helfe dabei, den Emotionen wieder einen freien und natürlichen Fluss zu geben, statt sie herunter zu schlucken, so Siegfried-Szabo. Besonders wichtig ist ihr darauf hinzuweisen, dass bei den Übungen zur Video-Reihe “Globussyndrom” nicht gesungen werden müsse. “Singen ist zwar eine der für den Körper und die Seele sinnvollsten Beschäftigungen. Von vielen weiß ich aber, dass es sie zunächst abschrecken würde, wenn Gesangsübungen dabei wären.”

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