Der Vergleich mit anderen trügt

Der Vergleich mit anderen trügt.

Machen Sie sich nicht klein und verkaufen Sie sich nicht unter Ihrem Wert.

Jeder kennt solche Situationen: Man blickt zurück auf ein Ereignis, ein Treffen oder gar einen Konflikt mit einem anderen Menschen und denkt, nicht richtig reagiert zu haben. Sich unter Wert verkauft zu haben, sich kleiner gemacht zu haben als man eigentlich ist. Man nimmt sich vor, bei nächster Gelegenheit selbstbewusster zu agieren, doch auch beim nächsten Mal knickt man ein und nimmt seine Interessen wieder nicht wahr.

Die Basler Bewusstseinstrainerin Edit Siegfried-Szabo hilft regelmäßig Menschen, dieses Verhaltensmuster abzulegen. Ihre langjährigen Erfahrungen und Kenntnisse über das menschliche Handeln und Empfinden gibt sie seit einigen Jahren über den YouTube-Kanal „Schwungvoll ins Wochenende – Das Schauspiel des Lebens“ an ein breites Publikum weiter. Vor einigen Wochen erschien ihre Lebenshilfe auch in Buchform. „Das Schauspiel des Lebens“ – ihr zweites Buch – beschreibt in 31 Kapiteln bzw. Akten Lebenssituationen und Mitmenschen, die jeder kennt, auf die aber nur die wenigsten angemessen reagieren können.

Damit der Leser Distanz zu seinen Emotionen gewinnen kann, bedient sich die Autorin des Bildes einer Theaterbühne, auf denen die jeweiligen Situationen spielen. Die Mitmenschen werden zu Mitspielern. Grundtenor des Buches ist der Bezug auf die eigenen Bedürfnisse und Wünsche. Dabei spricht sich Siegfried-Szabo jedoch nicht für eine Kunst des Egoismus aus, sondern versucht den Leser dazu zu bewegen, sich mit seinem inneren Kern zu beschäftigen, den tief verborgenen eigenen Wünschen und Zielen. Jeder werde regelmäßig von seinem inneren Kern abgelenkt, da immer wieder Ansprüche und Reize von außen kämen, an die sich die meisten Menschen orientieren würden, so Siegfried-Szabo.

Beispielhaft für ihren Ansatz ist das 17. Kapitel ihres Buches, das von der Einzigartigkeit jedes Menschen handelt. Statt sich mit anderen Menschen zu vergleichen und ihren Rollenbildern zu folgen, solle man sich auf die eigene Einzigartigkeit besinnen. Für die Charakterbildung sind die Ansprüche, die von außen an einen Menschen herangetragen werden, unwesentlich. Wichtig ist die Besinnung auf den eigenen inneren Kern. Dort liegt das Bewusstsein für den eigenen Wert, für die eigenen Fähigkeiten verborgen. Wer seinen inneren Kern findet, muss sich nicht mit anderen vergleichen und kann den Erwartungen seitens der eigenen Umwelt widerstehen.

Nicht nur im 17. Kapitel des Buches gelingt es Siegfried-Szabo, beim Leser Déjà-vu-Erlebnisse zu wecken und ihm empathisch und gelungen formuliert Alternativen zu seinen bisherigen Verhaltensmustern aufzuzeigen. Innerhalb der Massen an Ratgebern in Sachen Lebenshilfe ist „Das Schauspiel des Lebens“ sicher ein Highlight mit großem Mehrwert für den Leser und die Leserin.