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Mein erstes Buch über BewusstseinsTraining

Supraleitung – Der Weg zur Mitte

Inhaltsverzeichnis zum Buch “Supraleitung – Der Weg zur Mitte”

Vorwort
Einführung
Tag 1 – Unterdruck
Tag 2 – Scalenus Anterior
Tag 3 – Nasenatmung I
Tag 4 – Der Psoas
Tag 5 – Der 12. Brustwirbel
Tag 6 – Bauchmuskeln I
Tag 7 – Die Schulter
Tag 8 – Die Augen I
Tag 9 – Die Zunge
Tag 10 – Die Lippen
Tag 11 – Das Zwerchfell
Tag 12 – Der Damm
Tag 13 – Bauchmuskeln II
Tag 14 – Nasenatmung II
Tag 15 – Der Kaumuskel
Tag 16 – Der Kiefer

Tag 17 – Der Kehldeckel
Tag 18 – Das Gesicht
Tag 19 – Die Stirn und die Zunge
Tag 20 – Der Hinterkopf
Tag 21 – Die innere Brustmuskulatur
Tag 22 – Die Zwischenrippenmuskulatur
Tag 23 – Schulterblätter
Tag 24 – Das Schlüsselbein
Tag 25 – Die Augen II
Tag 26 – Die Arme, Hände und Finger
Tag 27 – Die Beine
Tag 28 – Die Wirbelsäule
Tag 29 – Das Herz
Tag 30 – Unliebsame Körperteile
Tag 31 – Vorbereitung für die Übungen im 2. Monat
Über die Autorin

Fragen und Antworten zum Inhalt dieses Buches

Wieso sollten die Übungen einer Gesangspädagogin für Jede und Jeden hilfreich sein?
Singen und Sprechen sind rein anatomisch betrachtet nicht unterscheidbar. In unserem Kehlkopf befinden sich die Stimmlippen (umgangssprachlich: Stimmbänder). Atmen wir ein, sind die Stimmlippen entspannt und die Lücke zwischen ihnen, die sogenannte Stimmritze, ist geöffnet – die Luft kann frei fließen. Atmen wir nun aus und verengen die Stimmlippen, so dass die Stimmritze schmaler wird, verändert sich die Geschwindigkeit, mit der die Luft durch die Luftröhre fließt und die Stimmlippen fangen an zu „schwingen“. So schließen und öffnen sich die Stimmlippen nun in unterschiedlicher Geschwindigkeit. Bei hohen Tönen schneller als bei tiefen. Sie formen so durch das Portionieren der ausströmenden Luft Schallwellen, die als Töne hörbar werden.

Ob diese danach als Wörter artikuliert oder als Melodie gesungen werden, spielt bei der Stimmbildung keine Rolle. Was wir jedoch in diesem Buch vom Gesang lernen können ist, das sogenannte „Stützen des Tones“, welches durch das Aktivieren des Zwerchfells und der damit verbundenen inneren Muskulatur zustande kommt. Dieser innere Halt verhilft uns zu einer bleibenden aufrechten Haltung und lässt uns unseren Körper bewusster spüren und die äußere Muskulatur entspannt sich gleichzeitig. Diese Polarität hat einen positiven Einfluss auf unser körperliches und auch mentales Wohlbefinden.

Was bedeutet „Zurück zur Mitte”? Zu welcher Mitte soll ich zurückfinden?
„Zurück zur Mitte“ bezieht sich auf die Dreidimensionalität unseres Körpers. Da unsere Augen nach vorne gerichtet sind, tendieren wir dazu, immer nur in eine Richtung zu denken.
Doch unser Körper befindet sich immer im Räumlichen. Für die Supraleitung ist eine Aktivierung der Muskeln in alle drei Dimensionen nötig. Deshalb steht die Atmung von den weit gespreizten Nasenlöchern zum Scalenus (die vertikale Dimension: oben-unten) und die Dehnung der Zunge (die horizontale Dimension: vorne-hinten) in diesen 31 Tagen im Fokus und ab dem 2. Monat dann zusätzlich auch die seitliche Dehnung (die waagerechte Dimension: rechts-links).

Durch die Stabilisierung unserer körperlichen Mitte und das Schärfen der Wahrnehmung unserer Räumlichkeit, können wir ohne Widerstand auch an unser seelisches Befinden gelangen, um unser Gleichgewicht zu finden. Dies fällt uns mithilfe dieser Übungen viel leichter, da hierdurch bei sehr vielen Menschen ein Gefühl entsteht, als könnten sie sich und ihre Umstände als externer Beobachter betrachten. Eine Betrachtung aus einer gewissen Distanz also, die dann die Relationen wieder ins rechte Licht rückt.

Was bedeutet BTS?
Bewusstseinstraining Supraleitung (BTS) ist der Name, der von Edit Siegfried-Szabó entwickelten Methode zum Erreichen einer bewussten körperlich-mentalen Balance. Die Methode hilft Stress zu reduzieren und dadurch verursachte körperliche und seelische Blockaden zu lösen.

Globussyndrom-Training ist eine Methode, die Vielsprechern (Manager-/innen, Geschäftsleuten, Lehrer-/innen, etc.) hilft, Enge im Hals sowie Heiserkeit zu verhindern und den berühmten „Kloss im Hals“ loszuwerden.

Was ist die Supraleitung?
Als Supraleitung wird eine Verbindung von Stoffen bezeichnet, welche so kombiniert sind, dass sie bei einer bestimmten Temperatur keinen elektrischen Widerstand mehr aufweisen und somit der Strom ungehindert durch den Leiter fließen kann.

In Analogie unserer persönlichen mentalen Verfassung bedeutet dies, dass unsere konditionierten Ängste den Widerstand darstellen, welcher unseren Körper innerlich und äußerlich „verpanzert“. Ein Leben ohne Angst, also ohne Widerstand, ist ein Leben in Fülle. Körperliche und mentale Energie können frei fließen. So werden wir für alle Bereiche unseres Alltags bestärkt und können uns selbstbewusst unseren Aufgaben und Herausforderungen stellen.

Was ist mit Polarität gemeint?
Die Polarität beschreibt in der Physik das Verhältnis von sich gegenseitig bedingenden Größen. In meinem Buch verwende ich den Begriff der Polarität, um Gegenbewegungen im Körper, aber auch im Mentalen zu verdeutlichen. Beispiel: Je mehr Halt uns die innere Muskulatur gibt, also je mehr wir unseren „Kern“ spüren, desto mehr weitet sich unser Gefühl für unsere körperliche Räumlichkeit. Wir spüren und stabilisieren unsere Mitte, können aber zugleich auch mit mehr Stärke und Selbstbewusstsein auf unser Umfeld und unsere Aufgaben eingehen.

Was brauche ich, um diese Übungen zu machen?
Die Übungen wurden insbesondere für Büroleute entwickelt, sodass diese auch zur Lockerung während der Arbeit ohne spezielle Infrastruktur oder extra Material ausgeführt werden können. Ohne Frage sind sie auch in der Schule, zu Hause und an den meisten anderen Orten durchführbar. Sie sind auch nicht für eine bestimme Altersgruppe oder ausschließlich für gesunde oder kranke Leute gedacht, sondern wirklich für ALLE, die durch eine gezielte Stabilisierung der inneren Muskulatur zu mehr Körperbewusstsein und daraus resultierend auch zu mentaler Klarsicht finden wollen.

Gibt es eine Gebrauchsanweisung für das Buch?
Alle 31 Kapitel bieten einen Text zur körperlichen und mentalen Bedeutung eines Körperteils und darüber hinaus Übungen zur Aktivierung. Tag für Tag kommen wir so einer Art Selbstfindung näher, weil wir unseren Körper und unser Inneres immer bewusster lernen wahrzunehmen. Eine Vorübung hilft durch Repetition das Gespür für den Körper jeden Tag neu zu wecken, bevor durch die eigentliche Übung der jeweilige Körperteil ein erstes Mal bewusst aktiviert und belebt wird.

Die „Übung ab dem 2. Monat“ ist eine Vertiefung des Bewusstseins für den im Kapitel behandelten Körperteil, deren Gelingen von einer geübten Supraleitung abhängig ist. Wenn Sie also über den 1. Monat hinweg die Unterdruck-Technik erlernen, üben und immer besser beherrschen, so werden Ihnen die Übungen auch im Folgemonat ohne große Mühe gelingen.
Zu empfehlen ist jedoch, die Übungen täglich zu machen. Die Tagessequenzen variieren in ihrer Dauer zwischen 5 und 15 Minuten, erlauben aber auch eine bedarfsorientierte Wiederholung einzelner Übungen – jederzeit und praktisch orts- und infrastrukturunabhängig.

Außerdem sind einige Übungen aus dem Buch und viele weitere als Video-Tutorial auf www.youtube.com zu finden oder direkt über meine Homepage www.bewusstseinstrainerin.ch

Warum sollte ich einzelne Körperteile, die ich meist nicht einmal spüre, bewusst wahrnehmen?
Lenken wir die Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Körperteil, wird er belebt. Unser mentaler Fokus beeinflusst immer auch unsere Körperfunktionen. Daher gilt es, sich bei den Übungen immer auf den betreffenden oder aktiv beteiligten Körperteil zu konzentrieren, auch wenn er (noch) nicht physisch spürbar ist. Damit unser Gespür für diese einzelnen Körperteile geweckt wird, machen wir zu Beginn oft eine Übung mit einer 8er-Bewegung in alle drei Dimensionen. So erreichen wir nicht nur ein gespürtes Lokalisieren, sondern auch eine Wahrnehmung dieser Stelle im Räumlichen.

Bewusst, unbewusst – inwiefern spielt das eine Rolle?
Unbewusst entwickeln wir über die Jahre hinweg viele Verhaltensmuster, die Einfluss auf unser Handeln, aber auch auf unser Befinden haben. Dies kann sowohl körperliche, als auch seelische Veränderungen zur Folge haben. Jedes Kapitel ist so aufgebaut, dass wir unseren Körper über ein gewisses anatomisches Verständnis besser kennenlernen und uns dessen Funktionsweisen bewusst werden. Über die Aktivierung der inneren Muskeln verbessert sich unsere körperliche Wahrnehmung. Und wenn diese einmal stabil ist, verfeinert sich auch unser Gespür für unser seelisches Befinden, weshalb wir über die körperlichen Übungen auch unbewusste seelische Belastungen aufdecken und loswerden können.

Wenn es bei diesen Übungen vor allem um meine Atmung geht, warum kommt dann mein ganzer Körper zum Einsatz?
Unser Körper trägt uns durchs Leben, er macht uns sichtbar und fühlbar und gewährt uns den individuellen Raum, in dem wir leben, denken und handeln. Ein Gespür für unseren Körper vom Scheitel bis zur Sohle ist Voraussetzung für ein bewusstes Gefühl von Lebendigkeit. Atmen wir in der Unterdrucktechnik zum Atemhilfsmuskel Scalenus anterior hin, breitet sich die eingeatmete Luft über die Lungenspitzen bis in die Tiefen der Lungenflügel aus und ermöglicht so eine deutlich verbesserte Sauerstoffzufuhr für jegliche Zellen in unserem Körper.

Was ist der „Scalenus“ und warum steht er am Anfang aller Übungen?
Der Muskel „Scalenus anterior“, den wir kurz „Scalenus“ nennen, ist der wichtigste Atemhilfsmuskel. Er befindet sich tief drin im Hals und setzt mit einem Strang am 3. und mit einem zweiten Strang am 6. Halswirbel an, welche beide zum 1. Rippenbogen führen. Durch die so zu beiden Seiten des Halses gebildeten Dreiecksstrukturen wird der Nacken gestützt und der Hals kann sich öffnen. Atmen wir gezielt zum Ansatz des Scalenus an der 1. Rippe hin, füllen sich unsere gesamten Lungenflügel mit Luft, was bei „tiefem Einatmen“ in den Bauch beispielsweise so nicht möglich ist.

Das Logo mit den zwei Gesichtern veranschaulicht die Streckung des Halses durch den Scalenus und die durch die Supraleitung geschärfte Wahrnehmung für die Räumlichkeit unseres Körpers. Ist der Scalenus aktiviert, haben wir die optimale Voraussetzung für die Erzeugung von Unterdruck geschaffen. Darum wird er in jeder Übung erwähnt, damit wir uns auf ihn fokussieren und von ihm aus zu den jeweiligen Körperarealen hin atmen können.

Was ist eine Staubsauger-Übung? Und was haben Düsen mit meinem Körper zu tun?
Den Begriff der Staubsauger-Übung haben wir gewählt, weil der Staubsauger das wohl am besten nachvollziehbare Bild für Unterdruck ist. Wie im Vorwort bereits erläutert, entsteht Unterdruck, wenn die Luftdichte in einem Bereich niedriger ist als in dessen Umgebung. Um diesem Ungleichgewicht entgegenzuwirken entsteht dann wo immer möglich ein Sog, der Luft ansaugt und die Dichte im Inneren ausgleicht. Im Falle des Staubsaugers wird so Staub eingesogen, in Bezug auf unseren Körper ist das Einsaugen von Luft gemeint. Einzelne Körperteile werden in den Übungen wie Staubsauger-Düsen aktiviert, indem wir uns vorstellen, dadurch Luft einzusaugen. Auch wenn dies nur imaginär geschieht, hat der Aufbau von Unterdruck über die Atmung auch an diesen Stellen eine spannende Wirkung, sodass die innere Muskulatur aktiviert wird.

Eigentlich passiert dabei nichts anderes, als dass durch den Fokus auf diesen einen Körperteil die Durchblutung an dieser Stelle angeregt wird, was eine belebende Wirkung hat. Atmen wir zusätzlich bewusst ein und aus, verbessert sich auch die Sauerstoffversorgung des Blutes und die belebende Wirkung auf den jeweiligen Körperbereich wird nochmals gesteigert. Wenn also in einem Kapitel „Staubsauger-Übung“ steht, dann wissen wir, es geht darum zuerst Luft auszublasen und sie dann kräftig einzusaugen. Ähnlich wie der Staubsauger die Luft hinten hinausbläst und durch das Rohr einsaugt. Beides wiederholen wir jeweils 10x.

Wieso ist meine Zunge so wichtig und wie soll ich sie bewegen?
Im Kapitel zu Tag 9 werden wir die Zunge erstmals Schritt für Schritt aktivieren und dabei entdecken, wie beweglich sie ist. Die Dehnung der Zunge in die Länge und somit tief in den Hals hinunter ist deshalb so wichtig, weil die Zunge ein Spiegel für viele andere Muskeln in unserem Körper ist – dank dem Polaritätsprinzip gelingt uns durch die Aktivierung der Zunge automatisch die Lockerung vieler anderer wichtiger, tiefliegender Muskeln.

Warum soll ich die Übung jeweils „das Ausatmen begleitend“ ausführen?
Ziel ist es, in derselben Intensität ein- und ausatmen zu können. Damit wir den dazu nötigen Unterdruck beibehalten können, saugen wir kräftig mit der Zunge am harten Gaumen und ziehen sie in die Länge. So erreichen wir in dem Moment, in dem wir eine Bewegung ausführen, die tieferliegenden, inneren Muskeln am besten.

Wie führe ich die Übungen möglichst effizient aus?
Je tiefer die Übung reichen soll (z.B. bis zum Damm oder bis in die Beine), desto wichtiger ist die Atmung bis in die oberen Nebenhöhlen fließen zu lassen. Wir atmen also durch die weit geöffneten Nasenlöcher hin zum Scalenus und von da aus bis in die Tiefe. Besonders hilfreich ist es generell, die Übungen mit Humor anzugehen und Spaß daran zu haben, auch wenn gewisse Übungen fremd und seltsam erscheinen. Je theatralischer wir die Übungen ausführen, je mutiger wir beispielsweise unser Gesicht beim Aufbau von Unterdruck verziehen, desto effektiver sind sie und desto intensiver sind die positiven Auswirkungen auf Körper und Seele spürbar!

Hardcover: www.bod.de/buchshop

Paperback: www.bod.de/buchshop

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