“...denn Nichts ist wichtiger, als sich wohl zu fühlen“ - BTS - Edit Siegfried-Szabo.

Gesangsunterricht

mit Abläufe des Körpers und Psyche

Gesangsunterricht

seit über 30 Jahren Sängerin und Gesangspädagogin

Gesangsunterricht in Basel

Seit über 30 Jahren erforsche ich als Sängerin und Gesangspädagogin die Abläufe des Körpers und der Psyche. Sobald die Balance hergestellt ist und Körper und Psyche im Einklang sind, fliesst die Stimme ungehindert wie in einer Supraleitung. Nichts kann der Stimme in ihrer Entfaltung im Wege stehen, wenn der Atem seinen freien Lauf findet.
Bei einer Supraleitung fliessen die Energien ohne Widerstand. Ebenso soll in unserem Körper die “Röhre“ frei sein für den fliessenden Atem. Die Herausforderung beim Singen nun besteht darin, dass man seinen Körper so gut kennen und beherrschen lernt, dass die körperlichen Verspannungen jederzeit wahrgenommen und beseitigt werden können.

Ich lasse meine SchülerInnen darum ihren Körper Stück für Stück erspüren, indem ich jedes Mal neue Akzente setze – bis sie das ganze Puzzlebild und damit den Sinn der Sache erkennen.

 

Aussen und Innen
Unser Hauptatmungsorgan ist das Zwerchfell. Das Zwerchfell arbeitet durch die indirekte Atmungsmuskulatur: innere Bauchmuskulatur {Transversus}, Rückenmuskulatur, Zwischenrippen- und Brustmuskulatur. Wenn man, wie beim Fitnesstraining oder Sport, hauptsächlich die äussere Muskulatur trainiert, panzert sich der Körper sehr schnell, statt durchlässig und flexibel zu bleiben.

Damit man die innere Muskulatur aktivieren und seine „Mitte“ finden kann, lasse ich meine SchülerInnen den „stillen Beobachter“ einschalten. So lernen sie, die Geschehnisse in ihrem Körper zu betrachten, wobei der äussere Körper – wie bei einem Supraleiter – gleichzeitig „abkühlt“.

Spannung und Entspannung
Ich gestalte die Übungen so, dass man in jeder Übung ebenso soviel Spannung wie Entspannung empfindet. So ist unser Körper im Grunde auch angelegt – nur sind wir uns oft nicht bewusst, wo die Spannung und wo die Entspannung sitzen sollte. Spannung am „falschen Ort“ bezeichnen wir – zu Recht – als Verspannung.

Sind Spannung und Entspannung aber „richtig“ verteilt, sitzt die Stimme auf der sogenannten Atemsäule und kann frei fliessen.

Wenn dies nicht gleich gelingt, was durchaus vorkommen kann, wenn sich z.B. jemand durch eine ungewohnte, neue Übung überfordert fühlt, dann stelle ich zur Ablenkung zusätzlich eine mathematische Aufgabe und lasse den Schüler oder die Schülerin während des Singens in Gedanken etwa die Sechserreihe aufzählen. Damit wird die Gefahr der Verspannung vermieden.

“…gesunde Verbindung beider Gehirnhälften herstellen“

Edit Siegfried-Szabo – bewusstseinstrainerin.ch – BTS

Rechte und linke Gehirnhälfte
Häufig kommen sogenannte Naturtalente zu mir in den Unterricht – Menschen, bei denen eine ausgesprochen fliessende Stimme verbunden mit ausdrucksvoller Emotion bereits vorhanden ist. Leider fehlt es gerade diesen natürlich begabten SchülerInnen oft an Ausdauer und Disziplin. Sie singen überaus schön, sind aber geneigt, bei Schwierigkeiten – etwa beim Notenlesen-Lernen – vorschnell aufzugeben.

In unseren rechten Gehirnhälfte* sitzen die Fähigkeit der Sprache, der Intuition und der Kunst. Der oben erwähnte Typus des „Naturbegabten“ ist oft rechtshirnig, d.h., er ist sich gewohnt, vor allem die rechte Gehirnhälfte aktiviert zu haben. Meine Aufgabe im Unterricht ist es, diese so veranlagten SchülerInnen in ihrer Stärke abzuholen und mit ihnen an ihren „Schwächen“ zu arbeiten, um auch hier das Gleichgewicht zu finden und so mit ihnen und für sie das Optimum aus ihrem Potential herauszuholen.
Schüler, die mehrheitlich rational und “kontrolliert“ denken, sind linkshirnig. Gerade diese Menschen tut es gut im Singen das Loslassen zu erfahren und die gesunde Verbindung zwischen den linken und den rechten Gehirnhälfte herzustellen.

 

Psoas-Muskel oder “Muskel der Seele“
Der tief sitzende Psoasmuskel setzt am 12. Brustwirbel an und verbindet durch die innere Hüftmuskulatur den Oberschenkelbereich. Er ist ein zentraler und überaus sensibler Muskel, den man nicht so ohne weiteres im Griff hat. Er ist eng mit unserer Psyche verbunden, weshalb er auch „Seelenmuskel“ genannt wird. Ist die Seele verstimmt, ist fast unweigerlich auch der Psoasmuskel verspannt.

Hierzu müssen wir wissen: Unser ganzer Körper funktioniert im Grunde wie ein Instrument. Die Töne dieses Instruments werden nicht allein von unseren Stimmbändern produziert! Vielmehr ist bei diesem Instrument unsere Beteiligung „mit Haut und Haar“ gefordert, wenn wir wollen, dass es optimal musiziert. Je durchlässiger nun unser Instrument, also unser Körper, wird, desto freier fliesst der Atem und damit unsere Emotion. Fortwährend müssen wir darum bestrebt sein, die körperlichen Abläufe mit unseren innigsten Emotionen zu verbinden, d.h. zu erreichen, dass Körper und Psyche „gleichgeschaltet“ sind. Empfinden wir zum Beispiel Freude und singen ein fröhliches Lied, drücken idealerweise unsere Stimme, unsere Ausstrahlung und unsere ganze Körperhaltung diese Freude aus – eben weil wir als Ganzes an diesem Prozess beteiligt sind.

 

Singen belebt und erweitert unseren Horizont
Wenn wir auf diese Weise durch das Singen von unseren falschen Gewohnheiten – in der Regel durch Fehlhaltungen und -mechanismen entstandene Verspannungen – befreit werden und uns an unserem schönen Ton erfreuen, keimen neue, frische Gedanken in uns auf, haben wir wieder Ideen und fühlen wir uns im wahrsten Sinne des Wortes beflügelt.

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